Flussnetz-2D
In aquatischen Bereichen sind generell - falls vorhanden - die Flussquerprofile für die Netzerstellung mit einzubeziehen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die hierfür notwendige Uferlinie in digitaler Form als 3d-Polylinie vorhanden ist (d.h. die Uferlinie wird nicht durch die gegenständliche Software geliefert).
Das Flussschlauchnetz wird in mehreren automatisierten Schritten erstellt, so dass in relativ kürzen Zeit längere Flussabschnitte bearbeitet werden können. Die Netzerstellung erfolgt dabei unter Einsatz des SMS Programms und mit Hilfe externer Schnittstellenprogramme.
In einem ersten Schritt werden mit einem Schnittstellenprogramm Profildaten aus dem (LfU) ASCII- in DXF- Format überführt. In einem zweiten Schritt werden im SMS Programm (Map Module) die Flussprofile mit der Uferlinie automatisch verschnitten und sog. Rectangular Patches erzeugt (s. Abb. 2).
Anmerkung 1: Die Flussprofile werden nach bedarf verlängert, damit die Verschneidung erfolgen kann.
Anmerkung 2: Anstatt Uferlinie kann für die Netzerstellung evtl. auch Uferböschungsoberkante verwendet werden.

Abb. 1: Gewässerabschnitt mit der Uferlinie und mit den Flussprofilen.

Abb. 2: Verschneidung von Flussprofilen mit der Uferlinie im SMS Programm.
Die Uferlinie soll anschließend ergänzt werden, damit es einen durchgängigen Verlauf (ohne Unterbrechungen) aufweist (Abb. 2). Die restlichen Teile der Uferlinie, die nicht für die Netzerstellung herangezogen werden, sollen am besten entfernt werden. Danach werden Polygone gebildet (s. Abb. 3).

Abb. 3: Erstellte Polygone (Patches).
Die Punkte werden automatisch, mit Hilfe eines externen Schnittstellenprogramms entsprechend HYDRO_AS-2D Kriterien umverteilt. Diese können nach Bedarf im SMS Programm nacharbeitet werden, bevor aus Patches mit dem SMS Befehl Feature Objects „Map -> 2D Mesh“ automatisch das Berechnungsnetz generiert wird (Abb. 4).


Abb. 4: Netzerstellung aus Polygonen (Patches) im Map Module des SMS Programms.